Dienstag, 11. Februar 2014

für kinder von kindern:



Heute muss ich euch was ganz spezielles zeigen. Gestern hatte ich wieder Schule und wir bearbeiteten das Thema "Freies Werken und Gestalten".
Für mich persönlich war das sehr spannend, da ich doch (bei Kinder auf jeden Fall) nur das Werken nach Anleitung kenne, zu gut Deutsch am Ende sollte etwas entstehen, was erkennbar ist. So wie zu Beispiel die Schneemänner, welche ich mit meinen Spielgruppenkindern gemacht habe. Und welche Mama kennt nicht die ganzen Weihnacht-, Oster- und Muttertagsgeschenke...

Beim Freies Werken und Gestalten geht es vor allem darum, dass Kinder einfach machen können und es ist gut so. Sie lernen aber auch selbständig zu arbeiten und man fördert ihre Kreativität.
In unseren heutigen Gesellschaft ist es ja leider so, dass es für alles einen Lehrplan gibt, Freidenker sind da nicht umbedingt so erwünscht. Was auch eine grosses Thema heutzu Tage ist, ist das gerade in der Schule immer nur da der Finger drauf gedrückt wird, wo man Schlecht ist. Z.B. XY brauch Nachhilfe ist Mathe, die Ergebnisse von Englisch sind unter den Durchschnittswert, statt das man ganz gezielt die Dinge fördert, in welchen Kinder und später Jungendlich gut sind und das individuell. Ich weiss das ist nicht so einfach umsetzbar...
Ich persönlich bin der Meinung, das dieses Thema sehr wichtig ist bei Kinder. Vor allem weil es heisst, das Kinder welche viel Freie Werken und Gestalten durften einerseits viel besser wussten, welchen Beruf sie später erlernen wollten, so wie das ganze eine gute Prävention gegen Drogen und Alkoholmissbrauch ist, spannen oder?!?! 
Natürlich bin ich auch der Meinung, das Arbeiten nach Plan auch wichtig ist, das in unserer Gesellschaft dieses ein grosses Thema ist.
Es geht ja nicht darum, jedes "etwas" was das Kind macht über die massen zu loben, sonder die Tatsachen, das etwas entstanden ist wahrzunehmen.

Meine Schwiegermutter hat mir (auch gestern) einen Zeitungsartikel gezeigt, in welchen beschrieben wurde, wie das Kreativ sein rapide im Kindergarten und Schule (1-3 Klasse) abnimmt, das war wirklich erschrecken!!!


Hier sind einmal die Schwerpunkte und Ziele des Freies Werken und Gestalten:

  • Sich einlassen auf das Material und sich inspirieren lassen vom Material
  • Experimentieren mit Material und Technik
  • Neugierig sein auf das was kommt
  • Sich Zeit nehmen für das Material und Technik
  • Spielerisch, mit Lust und Freude Materialien entdecken, erkunden und erforschen
  • Der Absichtlosigkeit Raum geben. Das Werken ist nicht Produkt orientiert
  • Ausprobieren, Erfahren und Erkenntnisse machen und diese in einem weiterne Schritt integrieren
  • Wirken und Werken heisst Erlebnisse schaffen und Erlebnisse werden im Werken zum Ausdruck gebracht

Gestern bekamen wir die Möglichkeit mit vielen verschieden Materialien zu arbeiten, genau die selben Materialien mit welchen man mit Kinder so ca. ab 3 Jahren arbeiten könnte.
Unteranderem auch Holz, Sand , Kork, Stoffreste, Wollreste, Federn, Pfeiffenputzer, Knöpfe, Steine, Muscheln, Äste etc.


Jawohl auch mit mit Hammer (natürlich kleine) und Feile welche schön einige Jahre in gebrauch sind und so nicht mehr ganz so scharf. Selbst mit Messern könnte man arbeiten, man sollte sie einfach davor etwas stumpffeilen. Unsere Dozentin meinte, es ist sehr wohl möglich, kleinere Kinder einen sicheren Umgang mit Werkzeug beizubringen. Man muss einfach klare Regel aufstellen und nach 3-4 Wochen würde das auch reibungslos ablaufen. Natürlich muss man am Ende immer ein Auge auf alles haben.
Das einzige , was nie frei zu Verfügung stehen würde, seien, Zangen und Scheren. Da es die Motorik von Kinder einfach noch nicht so weit ist, das sie jene bedienen können. Erst im Kindergarten sei es so weit, das sie das lernen könnten und dort wird es oft schon erwartet, das Kinder das können...





Mir selber ist es recht schwer gefallen, ohne Plan zu arbeiten, da ich normal immer ein Plan habe und ich in meinen Studium gerade in der Grundsemester viel Material Erfahrungen sammelt konnte.



Am Ende habe ich einfach nur mit den Fingern auf Holz gemalt...

Später wurden uns noch mehr Materialien vorgestellt.



Sehr gut hat mir der Quarzsand gefallen, einerseits weil es kaum schlecht wird (durch die ganze Bakterien in sich, reinigt er sich sehr gut selber), so wie sich unglaublich toll anfassen lässt. Mit ein bisschen Wasser und einen speziellen Kleister hat man in Nullkommanichts ein schöne Masse welche man z.B. einfach auf einen Pappteller streichen kann und mit allen möglichen verzieren kann.

Ton ist natürlich auch ein Klassiker.



Hier sind ein paar Ergebnisse des Tages...



Ich weiss das sieht alles sehr speziell aus, was es auch ist. Doch die Vorstellung, das meine Kind zu mir kommt, mit etwas in den Händen, welches völlig frei in ihrem Kopf entstanden ist finde ich sehr schön.

Kommentare:

  1. Sehr schön!
    Letztens stehe ich im Kiga, um Johanna abzuholen, und als sie nach ihrem selbst hergestellten Türschild (ein Holzbrett mit Farbe, Glitzer und und und bearbeitet) greift wird sie von ihrer Erzieherin drauf hingewiesen, dass das doch noch nicht fertig sei. Am nächsten Tag müsse sie doch noch an der Werkbank die Löcher für die Aufhängung bohren. Da war ich ganz schön perplex. Sowas kann mein Mädchen? Krass.
    Den Schwerpunkt aufs Freidenken zu legen finde ich grossartig, vermisse ich in unserem Kiga auch öfter mal... aber wo sonst soll Kreativität herkommen?

    Liebe Grüße,
    Rebecca

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  2. Ich finde das auch sehr wichtig, ich hoffe, das wenn Muckelie in die Kita kommt ist davon mehr im "Lehrplan".
    Lg Susanne

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